Making Of - Steinkrimi

 

 

Nachdem die Anfrage der Stadt an uns als Mittelschule kam, was wir denn zum Stadtjubiläum beitragen wollten, entschieden wir uns für eine „Geschichte“. Wir schreiben einen Krimi! Der Krimi sollte in Stein im Jahr 1977 spielen. Also haben wir folgendes gemacht: wir haben eine Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen und ein komplettes Schuljahr jeweils eine Schulstunde pro Woche an unseren Ideen und unserer Geschichte gearbeitet.

    Das Autorteam Vivien Hensler, Nico H., Johanna Beck, Beata Rammig und Patrick H. mit Interviewgast Herr Heinrich.

 

Zuerst haben wir uns über die damalige Zeit informiert. Bis auf Frau Seegets hat diese Zeit ja keiner von uns erlebt. Wir haben über Kleidung, Hobbies, Mode, Technik und Zeitgeist von 1977 Infos gesammelt und uns ein Bild gemacht, dann haben wir noch zwei Interviews geführt mit richtigen „Steinern“, die uns etwas über das Stein vor 40 Jahren erzählen konnten – denn beide Interviewpartner waren 1977 Jugendliche – zuerst stand uns Herr Heinrich als Gast zur Verfügung, dann Herr 1. Bürgermeister Kurt Krömer. Vielen Dank an die beiden für alle ehrlichen Antworten.

 

 

Aus unserem Vorwissen haben wir nun begonnen, erste Ideen zu entwerfen, die wir auf großen Plakaten gesammelt und aufgehängt haben. Nicht jede Idee davon ist aber dann in der Geschichte aufgetaucht. Den genaueren Ablauf der Geschichte haben wir immer erst grob skizziert. Dieses Storyboard ist der rote Faden des Krimis und unser wichtigstes Material, denn hier fügt sich zum ersten Mal die Ideensammlung zusammen.

 

 

         

 

 

Ja und nun hatten wir „nur“ noch die einzelnen Erzählabschnitte in eigene Worte zu fassen. Puh, das war mal einfach, mal lief es nicht so. Manchmal konnte die Geschichte Fahrt aufnehmen und manchmal holperte es. Wir konnten uns im Schulhaus einen Ort zum Schreiben suchen, oft gab es auch Schokolade und Kekse – na ja und wenn es mal nicht so gut lief, dann half die Schokolade ein wenig. Manchmal hatten die Texte genug „Fleisch auf den Rippen“, also sie waren lang genug, spannend genug und interessant. Manchmal waren sie zu hölzern, also noch ohne jede Ausschmückung, nur Handlung an Handlung und ohne „Wörtliche Rede“ – das musste dann nochmal überarbeitet werden.

 

 

 

Originalschriften in 1. Fassung (nicht mehr im Text)

 

 

Schließlich ist aus allen Textpassagen zusammen eine einzige Geschichte geworden: der Steinkrimi „Verschollen in Stein“.  Und im Herbst 2017 konnten wir den fertigen Krimi der Presse vorstellen.