Alkoholprävention in der  7. Klasse

 

Jedes Schuljahr bekommen die Klassen 7-9 die Möglichkeit Angebote zur Suchtprävention, Medienpädagogik und Gewaltprävention, organisiert vom Projekt 3x3, wahrzunehmen. Im Zuge dessen kam Ende November Wilfried Kohl (Diplom Sozialpädagoge (FH)) vom Landratsamt Fürth, mit Unterstützung von Hilda Inhof vom Präventionsverein 1-2-3 e.V.  an die Mittelschule Stein.

Die Aktion begann zunächst mit der Auseinandersetzung verschiedener alkoholischer Getränke, die zur Veranschaulichung in Form von Flaschen in der Mitte des Klassenzimmers ausgestellt wurden. Dabei wurden nicht nur die verschiedenen Sorten von Alkohol besprochen, sondern vor allem auf die Gefahr von Alkopops und anderen Mixgetränken, wie beispielsweise Cocktails, hingewiesen, da man hierbei oft den Alkohol nicht herausschmeckt und die Getränke durch den hohen Zuckergehalt zum Weitertrinken animieren.

 

Ein weiterer Schwerpunkt waren die Hilfemaßnahmen bei alkoholisierten Freunden, die bereits den komatösen Zustand erreicht haben. Zum Abschluss des theoretischen Teils mussten die Schüler und Schülerinnen die verschiedenen Auswirkungen von Alkohol der Reihe nach sortieren. Dabei wurde ihnen vor Augen geführt, dass das vermeintlich „harmlose“ Trinken unter Freuden im schlimmsten Fall zum Tode führen kann.

Anschließend durften die Schüler und Schülerinnen am eigenen Leib  erfahren, wie es ist die Orientierung zu verlieren. Dafür wurde ihnen natürlich kein Alkohol angeboten, sondern sie bekamen so genannte „Rauschbrillen“ aufgesetzt, die einem nur das Gefühl vermitteln, betrunken zu sein. Dadurch konnte jeder hautnah erfahren, dass es im betrunkenen Zustand nicht mehr so einfach ist, auf einer geraden Linie zu laufen oder ein Fortbewegungsmittel anstandsgemäß zu fahren.

Im letzen Teil der Aktion wurde die Klasse noch mal im Zimmer zusammen geholt und sie durften über ihre eben gemachten Erfahrungen berichten. Dabei wurde darauf geachtet, dass die ganze Aktion nicht nur als „Gaudi“ abgetan wurde, sondern es wurde gezielt auf die Wahrnehmungsstörungen und die damit verbundenen Gefahren hingewiesen.